Heilmittel-Regress zum Jahresbeginn

Schlechte Nachricht zum Jahresbeginn: Heilmittel-Regress - wir müssen gemeinsam kämpfen!

Liebe Patientinnen und Patienten,

zehn Tage vor Weihnachten 2010 hat die Prüfungstelle "Ärzte Bayern" auf Antrag der gesetzlichen Krankenkassen einen Regress in Höhe von insgesamt 87.213,19 € gegen mich ausgesprochen.

Der Regress bezieht sich auf Heilmittelverordnungen aus dem Jahre 2007, das heißt, ich soll für Rezepte von Krankengymnastik, Massagen, Trainingstherapie, physikalische Begleittherapie und Ähnliches ca. 90.000 € an die Krankenkassen zurückzahlen.

Die Stelle ist der Meinung, dass ich "unwirtschaftlich" gearbeitet habe.

Die Honorare der von mir verordneten Therapien gehen an die entsprechenden Behandler, bei denen Sie Ihre Therapie, für die ich die Rezepte ausgestellt habe, haben durchführen lassen!

Ich selbst verdiene an dieser Vorgehensweise keinen Cent, muss jedoch jetzt für die Behandlungskosten aufkommen!

Der Betrag von knapp 90.000 € stellt eine finanzielle Bedrohung für die Kassen-Praxis dar. Er hat zur Konsequenz, dass ich in Zukunft auch bei entsprechender Notwendigkeit keine Heilmittelverordnungen ausstellen kann!

Nur ein gemeinsames Vorgehen bringt uns hier weiter: Wenden Sie sich mit einer Kopie dieses Schreibens* an Ihre gesetzliche Krankenkasse und protestieren Sie!

Kosteneinsparungen, beziehungsweise Geldbeschaffung der gesetzlichen Krankenkassen zulasten der Patienten und Ärzte ist absolut fehl am Platz und wird auf Dauer unser (noch) gut funktionierendes Gesundheitswesen kaputtmachen. Einsparungen sind an anderer Stelle einfacher und in höherem Masse zu machen (Arzneimittelkosten, Pharmaindustrie !!!).

Es ist schade, dass 2011 mit solchen Nachrichten beginnt. Ein gemeinsames Vorgehen wird uns jedoch weiterhelfen.

Ihr Dr. med. Paul Heilmann



* Gerne bekommen Sie einen Abzug dieses Schreibens in unserer Praxis.



veröffentlicht am 03.01.2011 · alle News-Meldungen anzeigen
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